Störungsfreie Durchblutung


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29 Jan
29Jan

Der störungsfreie Blutfluss bis in die kleinsten Blutgefässe ist für den Erhalt unserer Gesundheit äusserst zentral. Die Blutzirkulation sollte überall im Körper zuverlässig funktionieren damit Organe und Gewebe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Stoffwechsel- und Abbauprodukte müssen zudem angemessen abtransportiert werden.

Video Prof. Dr. med. Rainer Klopp Institut für Mikrozirkulation

Die Durchblutung bestimmt also massgebend die Funktions- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Körperzellen und der von diesen Zellen gebildeten Organsysteme. Die Blutgefässe bestehen dabei aus Arterien (Zufluss vom Herzen) und Venen (Rückfluss), die nächst kleineren Blutgefässe werden Arteriolen und Venolen genannt und die feinsten Gefässe bilden das Kapillarnetzwerk, es umfasst ca. 75% der gesamten Blutgefässe. Dort passiert der eigentliche Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen mit dem Gewebe und der Rücktransport von Abbauprodukten.

Blutfluss in den feinsten Blutgefässen (Kapillaren)

Ursachen für eine gestörte Durchblutung

Mehrere Faktoren können die Durchblutung beeinträchtigen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Zustand der Blutgefässe. Idealerweise sind diese frei von Ablagerungen, flexibel und elastisch. 

Leiden die Blutgefässe so verhärten und verengen sich diese durch Ablagerungen und Versteifung. Dann spricht man im Volksmund von Arterienverkalkung bzw. in der Medizin von Arteriosklerose. Die Hauptgründe dafür sind: 

  • Bewegungsmangel
  • falsche Ernährung
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Stress v.a. Chronischer Stress

Ab ca. dem 40. Altersjahr kann man auch Verschleisserscheinungen an den Gefässen feststellen. Sie können spröde und hart werden. 

Das Bild zeigt verschiedene Verklumpungen des Blutflusses.

Verschiedene Zustände des Blutflusses in den Blutgefässen

Auch Krankheiten (wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf- und Gefässerkrankungen) können zu einer Schädigung der Blutgefässe und dadurch zu Durchblutungsstörungen vor allem in den kleinsten Gefässen führen. Ebenso können solche Schädigungen auch als Nebenwirkungen von Medikamenten auftreten.

So können Sie Ihre Gefässgesundheit verbessern

  • Raucher sollten unbedingt das Rauchen einstellen! Orientieren Sie sich über die Möglichkeiten einer Raucherentwöhnung z.B. mittels Hypnose und werden Sie Nichtraucher*in
  • Übergewichtige Patienten sollten ihr Gewicht reduzieren und unter ärztlicher Kontrolle eine Diät machen. Auch hier bietet sich die Hypnose zur Gewichtskontrolle an.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und trinken Sie nur wenig Alkohol. 
  • Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag: Nehmen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl, gehen Sie so oft wie möglich zu Fuß oder nehmen Sie das Fahrrad.
  • Treiben Sie Sport. Leichte Ausdauersportarten, z. B. Walking, Schwimmen oder Fahrradfahren, sind ideal.
  • Vermeiden Sie vor allem chronischen Stress! Bauen Sie Stress regelmässig ab und lernen Sie zu entspannen z.B. mit Selbsthypnose und sorgen Sie ausserdem für ausreichend Schlaf.

Folgen einer gestörten Durchblutung

Die Folgen von Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen in den grösseren Gefässen sind bei der Bevölkerung oft bekannt: Es drohen Herzinfarkt und Schlaganfall

Weniger bekannt sind hingegen die Auswirkungen eines gestörten Blutflusses in den kleinsten Gefässen, den Kapillaren. Viele Betroffene und leider auch die Medizindiagnostik kommen oft gar nicht auf die Idee, dass mögliche Symptome und Beschwerden auf eine Störung der Kapillardurchblutung zurückzuführen sind. 

Oft kommen die Auswirkungen schleichend. Man fühlt sich schlapp und antriebslos, weil den Zellen die nötige Energie fehlt. Die Muskeln regenerieren schlechter, das Immunsystem ist geschwächt, so dass die Anfälligkeit für Infekte steigt und Heilungsprozesse verlangsamt sein können bis hin zu akuten oder chronischen Erkrankungen sowie Schädigung der betroffenen Gewebe und Organe.

Folgen einer gestörten Kapillardurchblutung

  • Der anhaltende Energiemangel in den Zellen führt zu einer Schwächung der allgemeinen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.
  • Das Immunsystem ist geschwächt, so dass die Anfälligkeit für Infekte steigt.
  • Abhängig davon, welches Gewebe betroffen ist, kann es zu Einschränkungen der Organfunktionen und chronischen Organstörungen mit weiteren Folgeerkrankungen kommen.
  • Bei bestehenden Erkrankungen droht eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs.
  • Regenerations- und Heilungsprozesse sind verlangsamt und es  können anhaltende Wundheilungsstörungen auftreten.
  • Die Belastungsgrenze für jede Form von Stress sinkt. Stress kann schneller negative Auswirkungen auf unsere körperliche und seelische Gesundheit haben.

Der Einfluss der Kapillardurchblutung, auch Mikrozirkulation genannt,  auf die beschriebenen sowie einige weitere Erkrankungen legt einen Therapieansatz nahe: die gezielte Anregung der Zellen, um die Durchblutung in den kleinsten Gefäßen zu steigern und damit den Stoffaustausch zwischen Blut und Zellen zu verbessern.

Kapillargefässen fehlen die Rezeptoren und deshalb lassen sie sich kaum medikamentös steuern. Die Durchblutung kann jedoch lokal mechanisch oder mittels die Eigenanregung der Blutzellen gesteigert werden sowie durch regelmässige Entspannung z.B. durch Selbsthypnose.